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Holzlexikon · Laubholz

Iroko

Milicia excelsa

Allgemeine Beschreibung

Iroko, auch Kambala oder African Teak genannt, wird häufig als Teak-Alternative gehandelt. In Dauerhaftigkeit und Formstabilität kommt es Teak nahe, kostet aber deutlich weniger.

Für den Fensterbau ist Iroko seit Jahrzehnten etabliert: Es arbeitet wenig, ist dauerhaft und hält Beschichtungen gut. Im Terrassenbau ist es eine mittelschwere Alternative zu den harten Südamerikanern.

Eigenschaften von Irokoholz

Frisch ist das Holz gelblich-braun, mit der Zeit wird es mittelbraun. Die groben Poren und der oft wechselnde Faserverlauf ergeben ein lebhaftes Bild.

Eine Besonderheit sind Kalkeinlagerungen, die im Holz Steine bilden können. Diese beschädigen Werkzeugschneiden empfindlich – ein bekanntes Ärgernis bei Iroko.

Eigenschaften im Überblick:

  • gute natürliche Dauerhaftigkeit
  • sehr formstabil
  • mittleres Gewicht
  • hält Beschichtungen gut
  • wechseldrehwüchsig
  • kann Kalkeinschlüsse enthalten

Technische Merkmale

Merkmal Beschreibung
Holzart Laubholz
Botanischer Name Milicia excelsa
Herkunft Tropisches Afrika
Farbe Gelblich-braun, dunkelt zu mittelbraun
Struktur Grobporig, wechseldrehwüchsig, unregelmäßig
Rohdichte ca. 620–700 kg/m³
Festigkeit Mittel bis hoch
Bearbeitung Gut möglich, Steineinschlüsse möglich
Natürliche Dauerhaftigkeit Gut

Verwendung

Iroko ist vor allem im Fensterbau und im gemäßigten Außenbereich verbreitet:

  • Fenster und Außentüren
  • Terrassendielen
  • Gartenmöbel
  • Innenausbau und Treppen
  • Arbeitsplatten
  • Bootsbau und Wasserbau

Verarbeitung und Oberflächenbehandlung

Die Bearbeitung ist gut möglich, aber auf Kalkeinschlüsse achten: Sie machen Hobelmesser und Sägeblätter stumpf. Bei Sichtflächen vorher prüfen.

Die groben Poren brauchen für glatte Oberflächen eine Füllung. Lasuren und Lacke halten gut, was den Einsatz im Fensterbau begründet.

Beim Verkleben und Beschichten hilft ein Anschleifen und Entfetten – das Holz enthält Inhaltsstoffe, die Haftung beeinträchtigen können.

Vorteile von Irokoholz

  • gute Dauerhaftigkeit bei mittlerem Gewicht
  • hohe Formstabilität
  • wirtschaftliche Alternative zu Teak
  • bewährt im Fensterbau
  • gut zu beschichten
  • vielseitig einsetzbar

Zu beachten

Kalkeinschlüsse sind arttypisch und können teure Werkzeugschäden verursachen. Bei größeren Mengen mit dem Lieferanten sprechen.

Der wechselnde Faserverlauf erschwert das Erzielen glatter Flächen. Scharfe Werkzeuge und behutsame Bearbeitung sind wichtig.

Nachhaltigkeit und Herkunft

Iroko wächst in tropischen Wäldern Afrikas, die Bestände sind rückläufig. Nachweisbare Herkunft ist Pflicht.

Für tropische Hölzer gilt eine gesetzliche Sorgfaltspflicht: Herkunft und Legalität müssen über die gesamte Lieferkette dokumentiert sein. Wir beziehen ausschließlich Ware mit vollständigen Nachweisen und können auf Wunsch FSC- oder PEFC-zertifizierte Qualitäten anbieten.

Zusammenfassung

Iroko ist die etablierte Teak-Alternative: dauerhaft, formstabil und mittelschwer, bewährt im Fensterbau. Kalkeinschlüsse sind der Punkt, an dem Werkzeuge leiden können.